Wieso macht ein zweites Depotkonto wegen der Abgeltungsteuer Sinn?

Wieso ein zweites Depotkonto wegen der Abgeltungsteuer Sinn macht und was das Fifo-Verfahren bedeutet, erläutert diese FAQ.

Wie die meisten interessierten Anleger mittlerweile wissen, wirft die Abgeltungsteuer Ihre Schatten voraus.

Wer über den Beginn der Abgeltungsteuer hinaus seine Fonds weiter besparen will und ggf. verkaufen, der sollte sich Gedanken machen, ob es nicht sinnvoll ist, sich ein zweites Depotkonto anzulegen.

Grund für ein zweites Depotkonto

Liegen nämlich alte und neue (unterfallen der Abgeltungsteuer) Fonds in einem Aktiendepot, gilt bei Verkauf das so genannte Fifo-Verfahren.

Fifo-Verfahren

Fifo bedeuted first in, first out. Also zuerst rein, zuerst auch raus. Übertragen gelten damit die zuerst angeschafften Fondsanteile auch als zuerst verkauft. Werden alte und neue Fondsanteile also in einem Depotkonto gehalten, kann man selbst nicht bestimmen, welche Anteile man nun als erstes verkaufen möchte.

Hintergrund Abgeltungsteuer

Durch die Abgeltungsteuer entfällt die einjährige Haltefrist bei privaten Aktienverkäufen etc. Ab 2009 werden u.a. alle Kapitalerträge daraus pauschal mit 25% besteuert.
Für alle vor 2009 angeschafften Fondsanteile etc. gilt ein Bestandsschutz (= alte Regelung greift).

Durch Aufteilung in zwei Depots kann man nun leicht alt und neu hinsichtlich Anteile und Besteuerung trennen und so das Fifo-Verfahren umgehen wodurch man selbst bestimmen kann, welchen Anteil man nun verkaufen will.

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